Über Rie-Charts
So arbeiten wir.
Rie-Charts kommt von Riechert. Dahinter steht ein aktiver Futures-Trader mit einem eigenen Analyse-System. Auf dieser Seite steht jede Strategie, die auf der Website verwendet wird: wie sie funktioniert, woraus sie rechnet und wie gut sie im Test war. Dazu kommen die Ideen, die wir geprüft und verworfen haben.
Erst prüfen, dann zeigen
Jede Regel durchläuft drei getrennte Zeiträume: Suche, Prüfung und einen Test, der bis zum Schluss unberührt bleibt. Dazu kommt immer eine Gegenprobe mit zufälliger Richtung.
Spannen statt Versprechen
Die Richtung von Bitcoin ist kurzfristig kaum vorhersagbar, die Spanne dagegen gut. Deshalb zeigen wir Bänder mit Wahrscheinlichkeit statt Punktprognosen.
Offen gezählt
Jede Prognose wird mit Zeitstempel gespeichert und später gegen den echten Kurs geprüft. Backtest und Live-Ergebnis stehen getrennt da. Was nicht funktioniert, sagen wir.
Spannen statt Punktprognosen.
Für 5 Minuten, 15 Minuten, 1 Stunde, 4 Stunden und 24 Stunden rechnen Modelle aus, wo der Kurs mit welcher Wahrscheinlichkeit liegen wird. Daraus entstehen das 50-%- und das 80-%-Band.
So entsteht ein Band
Was ein Band aussagt
Das 80-%-Band reicht vom 10-%- bis zum 90-%-Punkt der Prognose. In 8 von 10 Fällen soll der Kurs zum genannten Zeitpunkt darin liegen, in 2 von 10 Fällen außerhalb. Das 50-%-Band ist der wahrscheinlichste Kern. Die Mitte ist der Median: Darüber und darunter liegt der Kurs gleich oft.
Die Breite kommt vor allem aus der aktuellen Schwankung im Vergleich zum Üblichen zur selben Uhrzeit. Feinjustiert wird über den Abstand zum 7-Tage-Hoch und -Tief, Wochentag und Uhrzeit sowie die Unruhe der letzten 10 Minuten. Die Modelle lernen aus den Entwicklungsjahren. Im Gegenprüf-Zeitraum wird nachjustiert, damit ein 80-%-Band auch wirklich in 8 von 10 Fällen trifft.
Je weiter weg, desto breiter
In 5 Minuten bewegt sich Bitcoin meist nur wenig, in 24 Stunden kann es ein Vielfaches sein. Die Bänder zeigen das ehrlich: Sie öffnen sich mit der Zeit wie ein Fächer.
Praktisch heißt das: Ein Stop innerhalb des 80-%-Bands der geplanten Haltedauer wird oft schon durch normales Rauschen erreicht. Ziele jenseits des Bands sind zum geplanten Zeitpunkt selten.
Bänder je Horizont
Band gegen Wirklichkeit
Hält das Band, was es verspricht?
Ein 80-%-Band ist nur etwas wert, wenn es auch wirklich in etwa 80 % der Fälle trifft. Im unberührten Testzeitraum (12/2024 bis 09/2026) lagen die 80-%-Bänder aller Horizonte zwischen 78 und 81 %.
Seit dem Start wird jede Minute mitgeschrieben, und die Live-Bilanz wächst mit jedem Tag. Die Grafik zeigt, wie das 1-Std-Band, das eine Stunde vorher berechnet wurde, den tatsächlichen Kurs eingefangen hat.
Mit dem Trend, ohne festes Ziel.
Die Trade-Idee auf der Website kommt aus einem Renko-Trendfolger auf Stundenbasis, der Einstellung des ninZaRenko-Indikators, die im Test als einzige über alle Jahre trug.
Wie Renko-Steine entstehen
Die Regeln
- 1Steine statt Kerzen. Ein neuer Stein entsteht erst, wenn der Stunden-Schlusskurs 0,05 % über oder unter dem letzten Stein liegt. Seitwärtsrauschen erzeugt keine Steine.
- 2Umkehr nach zwei Steinen. Erst ein Schluss zwei Steine gegen den Trend dreht die Richtung. Der erste Stein der neuen Richtung ist das Signal.
- 3Einstieg zur nächsten vollen Stunde in Signalrichtung, Long oder Short.
- 4Stop am Renko-Stop (Umkehr-Marke plus ½ Stein Abstand), jede Stunde nachgezogen, nie zurück.
- 5Kein festes Ziel. Ausstieg erst bei Stop oder Umkehr. Feste Ziele von 1,5 bis 8 R senkten das Ergebnis im Test deutlich.
Wenige große Gewinner
Der Trendfolger liegt oft daneben: Nur etwa jeder fünfte Trade gewinnt. Die Verluste sind aber klein und die Gewinner groß. Im Schnitt stehen +1,96 % Gewinn gegen −0,31 % Verlust.
Die Grafik zeigt die echten Positionen der letzten sieben Tage mit dem nachgezogenen Stop, genau so berechnet wie im Test und im Desk.
Die letzten sieben Tage
Ergebnis je Trade und Jahr
Lohnt ein später Einstieg?
Grundlage der Einstiegs-Ampel auf dem Desk: Rest-Ertrag einer laufenden Position je nach Abstand zum Stop, 2023–2026. Liegt der Stop sehr nah, bleibt nur ein kleiner Rest, den Gebühren und Spread je nach Broker aufzehren können.
Wo der Markt schon einmal reagiert hat.
Zonen sind Preise, an denen viele Marktteilnehmer hinschauen: Volumen-Schwerpunkte, Hochs und Tiefs, runde Marken. Sie strukturieren den Plan und den Chart.
Chart mit den Leveln
Bias, Szenario, Alternative, Invalidierung.
Der Plan fasst alles in vier Zeilen zusammen. Wer ihn liest, weiß, in welche Richtung der Trend zeigt, wohin es zuerst gehen kann und ab wann der Plan nicht mehr gilt.
Der aktuelle Plan als Bild
Woraus der Plan entsteht
- BBias ist die Richtung des Renko-Trendfolgers. Die 24-Std-Prognose steht als Wahrscheinlichkeit dabei. Widersprechen sich beide, steht das ausdrücklich da.
- HHauptszenario: die nächsten Zonen in Trendrichtung als Ziele, dazu die Mitte und der 90-%-Rand der 24-Std-Prognose.
- AAlternative: Schließt eine Stunde jenseits der Umkehr-Marke, dreht der Trend, und es gelten die Zonen der Gegenrichtung.
- IInvalidierung: die Umkehr-Marke des Trendfolgers. Ein Stunden-Schluss jenseits davon beendet den Plan.
Ein Monat bis zwei Jahre.
Für 1, 2, 4, 6, 12 und 24 Monate zeigen wir, wie weit sich der Kurs in den letzten vier Jahren über dieselbe Dauer bewegt hat, angewendet auf den heutigen Kurs. Bei 24 Monaten gibt es nur wenige unabhängige Fälle.
Spannen ab heute
Warum ohne Richtungsmodell
Modelle aus MVRV, Halving-Zyklus, Trend, On-Chain- und Makrodaten schlugen diese einfache Spanne bis 2020 deutlich. Seit 2021 nicht mehr. Ein Modell, das nur in der Vergangenheit funktioniert hat, zeigen wir nicht als Prognose.
Die Spanne ist deshalb bewusst schlicht: Sie sagt, was in den letzten vier Jahren normal war, und keine Richtung.
Wenn die Uhr eine Rolle spielt.
Von dutzenden geprüften Zeitmustern haben nur wenige in allen drei Zeiträumen gehalten. Diese zeigen wir im Kalender des Desks, als Kontext und nicht als Signal.
Abend-Fenster 21–23 Uhr UTC
Fed-Zinsentscheid
Das Abend-Fenster war in Suche, Prüfung und Test über dem Durchschnitt, im Test allerdings schwächer. Rund um Fed-Entscheidungen stieg Bitcoin in den 24 Stunden davor im Schnitt. In der Stunde der Pressekonferenz fiel er eher. Bei 69 Fällen ist das ein Hinweis, keine Gewissheit.
Jedes Paar bekommt die Strategie, die bei ihm trägt.
Für BTC, ETH und SOL treten alle Strategien gegeneinander an: Renko-Trendfolger, 30-Minuten-Setups und Uhrzeit-Muster, gleich bewertet. Gewählt wird nur auf Suche und Prüfung. Hervorgehoben wird die bestplatzierte Strategie, die auch im unberührten Test weiter trägt.
Lädt …
Was nicht hält, fliegt raus.
Viele bekannte Ideen klingen gut und sehen in einzelnen Charts überzeugend aus. Im sauberen Test mit unberührtem Zeitraum und Gegenprobe blieb von ihnen nichts übrig.
10-Uhr-Dump
Der oft genannte Abverkauf zur US-Eröffnung war in Prüfung und Test kein haltbares Muster.
CME-Gap
Dass Lücken der CME-Futures „immer geschlossen werden“, brachte keinen messbaren Vorteil.
Wochenende und Monatswechsel
Kein Muster, das über alle drei Zeiträume trug.
Volumenprofil-Setups
Abpraller an POC, VAH oder VAL waren auf 30 Minuten nicht besser als Zufall, auf 1–8 Stunden nur leicht.
Wale und Orderbuch
Große Einzeltrades, Orderbuch, Taker-Delta, Funding und Open Interest verbesserten die Prognose nicht.
Klassische Indikatoren
RSI, MACD, Bollinger und gleitende Durchschnitte auf Tagesbasis waren bis 2020 stark. Seit 2021 ist der Vorteil weitgehend verschwunden.
Langfrist-Modelle
MVRV, Halving-Zyklus und Makro schlagen die einfache Spanne seit 2021 nicht mehr.
Renko auf 1–15 Minuten
Trendfolge auf kurzen Zeitrahmen verliert. Erst auf Stundenbasis trägt sie.
Fester Take-Profit
Feste Ziele von 1,5 bis 8 R schneiden genau die großen Gewinner ab, von denen der Trendfolger lebt.